Mobbingberaterin

Wir nutzen die weibliche Form,
schließen aber alle Mobbingberater ein.
Der Grund liegt auf der Hand.

Mobbingbetroffene, die eine Beratungsstelle aufsuchen,   sind zu 70 % Frauen.
Die Mehrzahl wurde durch männliche Vorgesetzte schikaniert, angeschrien
oder auch belästigt.

Auch männliche Mobbingbetroffene bevorzugen eine Mobbingberaterin. Es ist ihnen womöglich unangenehm, sich einem Mann gegenüber schwach zu zeigen und in Tränen auszubrechen.

Damit wollen wir Männer, die Mobbingberater werden wollen keineswegs entmutigen. Sie wollten aber verstehen, dass es schwieriger sein wird, Kunden zu gewinnen.

In Deutschland gibt es ein Heer von ehrenamtlichen Mobbingberatern, die in Vereinen, Selbsthilfegruppen, der Diakonie oder Gewerkschaften aktiv sind. Sie bieten oft nur telefonische Beratungen an oder eine Sprechstunde von 2 Stunden wöchentlich.

Daneben gibt es Mobbingberater, die als Freiberufler tätig sind und solche, die bei Vereinen oder Gewerkschaften angestellt sind, und Psychologen, Sozialpädagogen und Coachs, die neben ihrer üblichen Tätigkeit auch Mobbingberatung anbieten.

Nur selten trifft man auf Mobbingberater, die früher Betriebsräte waren und sich im Betriebsverfassungsrecht und im Arbeitsschutz gut auskennen. Das führt dazu, dass die Mehrheit der Mobbingberater bisher mit den Betroffenen daran arbeiten, sich zu ändern, nicht etwa das System Mobbing an sich.

Unser Ansatz ist es ganzheitlich zu arbeiten und Mobbingberater auch im juristischen Teil auszubilden, in der Sachbearbeitung und in politischer Aktivität und Öffentlichkeitsarbeit, die unbedingt dazu gehört, wenn man sich vor den Mobbingbetroffenen stellen will.

Das ist der Grund, weshalb Vollmitglieder nur jene werden können, die ein Gewerbe als Mobbingberater angemeldet haben.

Alle anderen Mobbingberater sind aber herzlich eingeladen zu Informationsveranstaltungen, Vorträgen und Fortbildungen.

Das gilt auch für Mobbingbeauftragte in Unternehmen.

Diesen Artikel mit anderen teilen: Diese Icons verlinken auf Bookmark Dienste bei denen Nutzer neue Inhalte finden und mit anderen teilen können.
  • Google Bookmarks
  • XING
  • LinkedIn
  • MisterWong
  • Twitter
  • Live-MSN
  • MySpace
  • MyShare
  • Webnews
  • email
  • Print