Mobbingberater werden – Gründung aus der Arbeitslosigkeit

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Ich habe die Bundesagentur für Arbeit angeschrieben, weil ich schriftlich Auskunft über die Möglichkeit der Fördermöglichkeiten für Mobbingberater erhalten wollte. Die Antwort kam erfreulicherweise prompt. Dort heißt es:

Zitat:
„Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die durch Aufnahme einer selbständigen, hauptberuflichen Tätigkeit die Arbeitslosigkeit beenden, können zur Sicherung des Lebensunterhalts und zur sozialen Sicherung in der Zeit nach der Existenzgründung einen Gründungszuschuss erhalten. Ein direkter Übergang von einer Beschäftigung in eine geförderte Selbständigkeit ist nicht möglich.“

Im Klartext heißt das: es muss mindestens 1 Tag Arbeitslosigkeit bestanden haben. Da es sich hier um eine Kann-Vorschrift handelt, besteht auf den Gründungszuschuss kein Rechtsanspruch. Man ist also vom wohlwollen des jeweiligen Sachbearbeiters abhängig. Offene Stellenangebote können einer Förderung entgegen stehen. außerdem muss der Gesamtanspruch auf Arbeitslosengeld mindestens 150 Tage betragen. Die Fähigkeit zur Führung der Tätigkeit muss nachgewiesen werden, und es muss ein Businessplan vorgelegt werden, der die Tragfähigkeit des Unternehmens bestätigt.

Die Fähigkeit für den Beruf als Mobbingberater kann durch die Teilnahme an Seminaren nachgewiesen werden, die wir anbieten. Wir arbeiten mit Gründungsberatern zusammen und empfehlen grundsätzlich jedem Gründer ein Existenzgründungsseminar zu besuchen. Beim Businessplan stehen uns ebenfalls Experten zur Seite, die wir vermitteln.

Wir bekommen häufig Anfragen von Personen, die Mobbing selbst erlebt haben. In diesen Fällen sollte der eigene Fall unbedingt vollständig abgeschlossen und aufgearbeitet sein.

Alle weiteren Fragen zur Gründung klären wir gern sowohl in einem Seminar, als auch durch Einzelberatungen.

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Mobbingberater – ein Beruf für Dich?

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Margit Ricarda Rolf

Ich hatte Glück  (Aus heutiger Sicht betrachtet).

Selbst von Mobbing (im Jahre 1996) betroffen,
verfüge ich über eigene Erfahrung.

Mir kommt als Mobbingberaterin aber auch
meine qualifizierte Ausbildung zugute.

Ich habe Sozialversicherung gelernt und meine juristischen Kenntnisse entsprechen denen des 1. jur. Staatsexamens.
In der gesetzlichen Unfallversicherung habe ich gelernt medizinische Gutachten zu lesen und zu verstehen, daneben natürlich Aktenführung.

Das sind schon ganz gute Voraussetzungen für den Beruf des Mobbingberaters.

16 Jahre sind eine lange Zeit und mehr als 11.000 bearbeitete Fälle viel Erfahrung.
Ich habe mit jedem neuen Fall dazu gelernt und das ist noch immer so, denn
.                                                 kein Fall ist gleich.

Wer Mobbingberater werden will, muss ein Grundverständnis
für juristische und medizinische Texte mitbringen
und sollte gute Deutschkenntnisse in Wort und Schrift haben.

Schwerpunkt ist das Arbeitsrecht mit seinen Nebengesetzen,
also Betriebsverfassungrecht, Personalvertretungsrecht, manchmal Kirchenrecht, Dienstrecht, BGB, ZPO, Strafrecht, Verwaltungsrecht u.v.m.

Er/Sie sollte sicher auftreten können, sich höflich, aber bestimmt Gehör verschaffen können und sich stets korrekt benehmen können.

Der Mobbingberater begleitet Betroffene manchmal in den Gerichtssaal, zum Anwalt, Arzt oder Arbeitgeber/Betriebsrat, stellt aber auch Öffentlichkeit her, wo nötig, gibt Interviews oder geht auch schon mal mit zur Polizei, um Betroffene bei einer Strafanzeige zu unterstützen.

Und vor allen Dingen sollte ein Mobbingberater Menschen mögen.
Ihr Wohl sollte ihm am Herzen liegen. Ein dickes Fell muss ein Mobbingberater haben, denn er steht wie ein Schutzschild vor dem Betroffenen und wird manchmal hart angegriffen.

Wer sich von diesem Berufsbild angesprochen fühlt, wird mit dem wohl spannendsten Beruf der Welt belohnt.

Kein andere Beruf schafft die Möglichkeit in so viele Berufe hinein zu schauen, so viele Interna aus Unternehmen aller Branchen zu erfahren und dabei so viel zu lernen.

Wenn man verstehen will, wie es einem Mobbingbetroffenen geht,
muss man sich auch mit seiner Arbeit beschäftigen, mit der Arbeit seiner Kollegen
und Vorgesetzten, mit Abkürzungen für allerlei Fachbegriffe, Arbeitsabläufen, Kommunikationswegen u.v.m.

Jeder einzelne Fall wäre es Wert verfilmt zu werden.
Ich habe mal gesagt:
In meinen Akten habe ich den Stoff, aus dem die Alpträume sind.“

Mobbingberater ?   –  Wäre das ein Beruf für dich ?

Margit Ricarda Rolf  – Der Beruf: Mobbingberater 
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Beruf: Mobbingberater

Ricarda-Kopf-P1-klein

Im Internet findet man eine interessante Diskussion:

Mobbingberater – Ist das überhaupt ein Beruf ?

Wer unter Mobbing leidet geht zum Arzt und zum Anwalt.
Warum sollte er dann noch Geld ausgeben für einen Mobbingberater? Das ist eine interessante Frage.

Natürlich braucht ein Mobbing-betroffener einen Arzt mit Verständnis,
der ihn krank schreibt. Und natürlich braucht er manchmal einen Rechtsanwalt,
der weiß, wie man einen Klagantrag formuliert und Rechte vor Gericht durchsetzt.

Beides jedoch kann niemals eine qualifizierte Mobbingberatung ersetzen.
Dafür haben Ärzte und Rechtsanwälte auch gar keine Zeit.

In der Mobbingberatung klären wir zunächst die grundsätzliche Frage:

gehen oder bleiben ?

Kann der Betroffene es gesundheitlich noch aushalten zur Arbeit zu gehen ?
Braucht er eine Krankschreibung oder gar die Einweisung in eine Klinik ?
Wie verkraftet die Familie die Situation ?
Wie kommt der Betroffene finanziell zurecht, wenn es zu einer längeren Krankschreibung kommt oder gar zur Beendigung des Arbeitsverhältnisses ?

In welchem Rechtsrahmen bewegen wir uns ?
Betriebsverfassungsrecht, Personalvertretungsrecht, Kirchenrecht …

Ist der Betroffene Rechtsschutz-versichert und wenn ja,  wo ?

Erst, wenn all diese Fragen geklärt sind, entwickelt der Mobbingberater
mit dem Betroffenen eine Strategie.

Manchmal genügt ein Anruf beim Arbeitgeber oder Betriebsrat, um Konflikte zu klären. Ein anderes Mal wird der Arbeitgeber angeschrieben, in Verzug gesetzt und manchmal wird der Fall einem auf Mobbing spezialisierten Anwalt übergeben.

Der Mobbingberater verfügt über ein großes Netzwerk professioneller Helfer.
Jeder Fall liegt anders und benötigt andere Helfer.

Der Mobbingberater selbst steht im Zentrum
und baut um den Betroffenen ein Netzwerk, das ihn schützt und unterstützt.

Das kann weder ein Arzt noch ein Anwalt leisten.

Margit Ricarda Rolf  – Der Beruf: Mobbingberater – Ein Beruf für Dich ?

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Margit Ricarda Rolf

Ricarda-P1

Ich bin seit dem 01.11.1997 professionelle Mobbingberaterin. Inzwischen bin ich 60 Jahre alt und möchte meine Zeit mehr damit verbringen, Bücher zu schreiben und die interessantesten Fälle, die ich bearbeitet habe, schriftlich festzuhalten. Es gilt auch Wissen und Erfahrung an Jüngere weiter zu geben.

Was wäre da besser geeignet als ein Berufsverband?

Ich wünsche allen Mobbingberatern einen interessanten Austausch und viel Freude und Erfolg in der Arbeit.
Der Beruf des Mobbingberaters gehört für mich zu den spannendsten Berufen überhaupt.

Der Beruf: Mobbingberater – Ein Beruf für Dich ?

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START des Blogs BVMBD

Nun hat der Berufsverband Mobbingberater Deutschland einen eigenen Blog.

Gestartet am 22. Juli 2014 – Aufgesetzt von Karl-Peter (KPG-Studio.de)

Viel Erfolg

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